Kameradschaftsbund Wörgl feierte mit Walchseer Kameraden 120-Jahr-Jubiläum

Man brauchte nicht viel Phantasie, um zu erahnen, warum die Kameradschaft Walchsee die Farben  gelb/blau für ihre Festabzeichen und Fahnenbänder anlässlich ihres 120-jährigen  Vereinsjubiläums  gewählt hat. Die Kameradinnen und Kameraden zeigten sich solidarisch mit dem ukrainischen Volk, das unter dem Aggressor Russland leidet. Die Devise der Kameradschaften lautet bekanntlich: "Nie wieder Krieg". In den Grußbotschaften der Ehrengäste, welcher der Kameradschaft zu ihrem Jubiläum auf dem Bezirksfest am 31. Juli gratulierten, wurde einmal mehr vor Augen geführt, wie wichtig die Arbeit der Kameradschaften ist, die als stete Mahner gegen Gewalt sowie Bewahrer wichtiger Werte der Gesellschaft auftreten.  Pfarrer Rainer Hangler zelebrierte die Feldmesse beim Musikpavillon, die Bundesmusikkapelle Walchsee, die Ehrenkompanie des Veteranenvereins Brandenberg, 28 Fahnen-bzw. Vereinsabordnungen, die Trachtenfrauen gefielen mit  ihrem Einmarsch und der schneidigen Defilierung durch den Ort. 

 

Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer schritt mit Bürgermeister Ekkehard Wimmer, dessen Urgroßvater bei der Gründung des "Veteranen-Vereins Walchsee"  federführend tätig war, und TKB-Präsident Franz Xaver Gruber die Ehrenformation ab. Hinten (re.) Obmann Johann Greiderer und Landwirtschaftskammer-Präsident Nationalrat Josef Hechenberger. 

Das Gesamtkommando hatte Bezirksobmann Hubert Ampferer. Hinten salutierend  der Wörgler Kameradenobmann Sepp Werlberger und seine Stellvertreterin NR a. D. Carmen Schimanek, rechts die Fahnenabordnung der Wörgler Bezirksfahne. 

Die Wörgler Kameradinnen und Kameraden beim feierlichen Defilee zum Festplatz.

Die Ehrendamen des Kameradschaftsbundes Walchsee Maria Glarcher (Bezirksfahne) und  Heidi Fellner (Wörgl-Fahne) anlässlich der Fahnenbandverleihung mit den Kameraden Karl Binder, Hermann Hörhager und Fred Schroll. Fotos: TKB/Martin

Milchwirtschaftliche Wallfahrt

Am 21. August 2022 findet die 38.  Wallfahrt zur Milchwirtschafts-Kapelle auf die Kraftalm in Itter statt. Diese Wallfahrt wird seit jeher von der Kameradschaft Wörgl mitgestaltet. Den Gottesdienst um 10.30 Uhr  wird Pfarrer Mag. Ernst Ellinger zelebrieren, den musikalischen Rahmen gestaltet die Bundesmusikkapelle Itter. Im Anschluss gibt es ein kameradschaftliches Beisammensein in der neuen KRAFTalm.

Kameradschaft Wörgl - Premiere mit Stadtfest-Bratwürsten

Ganz in seinem Element war Obmann-Stellvertreter Markus Schlögl  beim Zubereiten der neuen Delikatesse, den leckeren Wörgler Bratwürsten. Fotos: TKB/Martin

Der Kameradschaftsbund Wörgl beteiligte sich am 9. Juli 2022 nach der coronabedingten Pause  beim 38. Wörgler Stadtfest.  Das Kameradenzelt war  fesch herausgeputzt, viele Blumen zierten es innen und außen, sodass den Besuchern  ein festliches Entree geboten wurde.  Das Stadtfest 2022 war  kleiner dimensioniert als sonst (nur mehr 23 Vereine) es musste auch kein Eintrittsgeld bezahlt werden. Die bekanntesten Festbesucher von Seiten des Landes waren Wirtschaftslandesrat Toni Mattle und FPÖ-Chef Markus Abwerzger.

Die  Kameraden verwöhnten ihre Gäste  mit g´schmackigen Stadtfest-Bratwürsten, kühlen Getränken sowie Kuchen und Kaffee. Der feste Zusammenhalt  unter Obmann Sepp Werlberger (Wallerbauer) wird sich  zweifellos  auch in der Vereinskasse niederschlagen. 

 "Die  3 Zuagspitzt´n" unterhielten als Wandermusik auch die Gäste der Kameradschaft Wörgl. 

Tirols Wirtschaftslandesrat Toni Mattle (ÖVP-Landesparteiobmann und vorgeschlagener Nachfolger von Günther Platter als nächster Tiroler Landeshauptmann) war beim Wörgler Stadtfest mit Bürgermeister Michael Riedhart im Spritzeneinsatz bei der Stadtfeuerwehr Wörgl. Die Feuerwehr gewann heuer den  1. Platz bei der Standbewertung, den die Kameradschaft Wörgl schon einmal erreicht hat.

FPÖ-Chef Markus Abwerzger vermochte am Gaudifassl des FC Stammtisch niemanden zu versenken.

Freudiges Ereignis beim Wörgler Kameradschaftsbund

Lieber Obmann-Stellvertreter Markus, liebe Niki.

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt eures Sohnes Felix! Wir alle freuen uns sehr über euren Stammhalter und wünschen euch viel Glück und Gesundheit auf eurem gemeinsamen Lebensweg.

Der Ausschuss und die Mitglieder des Wörgler Kameradschaftsbundes

Schriftführer Josef Boros 80

Zum Leitungsorgan eines Vereines zu gehören ist  etwas  Besonderes.  Die Wörgler Kameraden haben das Glück, in ihrem Schriftführer Sepp Boros einen Menschen zu haben, auf den 100prozentig Verlass ist.   Funktionäre dieses Kalibers sind  das A und O einer jeden funktionierenden Gemeinschaft. Deshalb haben sich anlässlich seines 80. Geburtstages am 20. Juni 2022 gleich zwei Obmänner bei ihm für sein  Wirken im Wörgler Kameradschaftsbund bedankt: Obmann Josef Werlberger und Ehrenobmann Hermann Hotter. Beide haben bei der Geburtstagsfeier im Cafe "Insieme" in Wörgl   die Fähigkeiten Josef Boros` gelobt und seine Stärken hervorgekehrt. Dass die übrigen Ausschussmitglieder dem Schriftführer bei sengender Hitze in voller Adjustierung gratulierten gehört zum Selbstverständnis der Wörgler Kameraden.

Im Bild rechts neben Marketenderin Tina Obergantschnig Jubilar Josef Boros und Obmann Josef Werlberger,  links im Bild Ehrenobmann Protector Hermann Hotter. Foto: TKB Wörgl/Martin

 

Ein treuer Förderer der Kameradschaft Wörgl beging seinen 90. Geburtstag

Obmann Sepp Werlberger und Ehrenobmann Hermann Hotter gratulierten Ehrenbürger Herbert Strobl zum 90. Geburtstag sehr herzlich und bedankten sich beim unterstützenden Mitglied für die jahrzehntelange Treue.  Foto: TKB/Martin

Die Wörgler Kameraden stellten sich am Freitag, den 24. Juni, mit einem kleinen Geschenk bei Altbürgermeister Herbert Strobl ein und gratulierten  ihm zu seinem 90. Geburtstag. 

Der Jubilar hat als leitender Beamter und auch als Politiker die höchsten Stufen der Wörgler Gemeindeverwaltung erklommen. Absolutes Pflichtbewusstsein und Korrektheit sind Attribute, die mit seinem Namen verbunden sind.  Sein Motto lautete "Der Allgemeinheit dienen". Herbert Strobl  wurde unter LAbg. Bgm. Martin Pichler 1951 bei der Stadtgemeinde eingestellt und bis 1955 in der Finanzverwaltung verwendet. Ab 1956  - unter Bgm. NR Hans Astl  - zum Sekretär bestellt, war Herbert Strobl gleichzeitig 10,5 Jahre erster Standesbeamter. Nach Ablegung der für den gehobenen Verwaltungsdienst vorgesehenen Prüfuingen wurde Herbert Strobl unter Bgm. KR DI Ferdinand Mayr 1959 zum Stadtamtsleiter von Wörgl ernannt. Strobl  gehörte dem Gemeinderat von 1974 bis 1986 an. Sechs Jahre von 1974 bis 1980 war er Bürgermeister und von 1980 bis 1986 Vizebürgermeister. Als Oppositionsführer und Stadtamtsleiter lebte er durch Selbstdisziplin vor, dass auch eine solche Konstellation möglich war. Zu den wesentlichen Merkmalen seines Schaffens als Bürgermeister  gehörten die Fertigstellung des Feuerwehrhauses und des Betagtenheimes, der Ankauf der Zingerleliegenschaft zur Unterbringung des Polytechnischen Lehrganges sowie der Erwerb jenes Grundes, auf dem später ein Teil des Pflichtschul- und Sportzentrums entstanden ist. Auch das Städtische Mietwohnhaus in der Augasse wurde in seiner Ägide gebaut. Der absolute Höhepunkt seines Wirkens   war aber die Errichtung des Sommerbades am Madersbacherweg,  mit dem ein langgehegter Wunsch der Bevölkerung erfüllt wurde.  Herbert Strobl war  in der Zeit seiner politischen Tätigkeit in 28 Funktionen tätig. Diesbezüglich ist auch seine Gründerfunktion für das Heimatmuseum hervorzuheben. 1987 verlieh ihm die Stadt Wörgl den Ehrenring, im Jahr 1999 wurde Herbert Strobl zum Ehrenbürger ernannt.  Obmann Pepi Werlberger und Ehrenobmann Protector Hermann Hotter stellten sich mit den besten Wünschen beim "90er" ein und wünschten dem Jubilar  noch viel Gesundheit und Kraft auf seinem weiteren Lebensweg. 

Fronleichnamsprozession von Kameradschaft Wörgl mitgestaltet

Junge und junggebliebene Kameraden marschieren in den Reihen der Kameradschaft Wörgl mit. 

Nach zwei Jahren coronabedingter Pause wurde in Wörgl wieder feierlich die Fronleichnamsprozession begangen. Nach dem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit Pfarrprovisor Christian Hauser führte  die Prozession   über mehrere Straßenzüge  (Innsbrucker Strasse, Bahnhofstraße, KR Martin Pichler-Straße, Fritz Atzl-Straße) wieder zurück zum Gotteshaus. Am Gradlanger-Platz wurde mit einer weltlichen Zeremonie der Schlusspunkt gesetzt. Pfarrprovisor Christian Hauser, Vizebürgermeister Kayahan Kaya und der Sprecher des Traditionsforums Wörgl, Bataillonskommandant Manfred Schachner schritten die Formationen der Wörgler Traditionsvereine  ab, der Vizebürgermeister bedankte sich bei den Ausrückenden herzlich und wünschte noch einen schönen Feiertag. Wie immer wurde das Fronleichnamsfest von der Stadtmusikkapelle Wörgl in und außerhalb der Stadtpfarrkirche hervorragend musikalisch umrahmt. Von den Traditionsvereinen nahmen neben der Stadtmusik, die Schützenkompanie, die Feuerwehr,  das Rote Kreuz, die Kameradschaft, die Schützengilde, die Jungbauernschaft, der Militär- und Veteranenverein Wörgl/Umgebung teil. Die Kassettlfrauen befanden sich in  feierlichem Konnex zu den hübsch  gekleideten Erstkommunionkindern, welche die Prozession mitgestalteten. Das vormittägige Fronleichnamsgeschehen   konnte zeitgerecht abgeschlossen und die kostbare Monstranz in Sicherheit gebracht werden,  dann ging nämlich  die Hitze des Tages plötzlich in Sturm und Regen über.  

Der Abschluss der Fronleichnamsprozession erfolgte am Gradlanger-Platz (Bild), im Gebäude der ehemaligen Volksschule (rechts) entsteht der "Kirchenwirt". Fotos: TKB/Martin

Wieder Generationswechsel beim Kameradschaftsbund

Die Wörgler Kameradschaft hielt am Freitag, den 29. April 2022, 19 Uhr, im Hotel "Alte Post" die Jahreshauptversammlung ab und konnte dazu auch Pfarrprovisor Christian Hauser, Bürgermeister Michael Riedhart, Stadtrat Christian Kovacevic und Bezirksobmann-Stellvertreter  Rudolf Baumgartner begrüßen. 

Das vergangene Jahr ist für den Kameradschaftsbund nicht optimal gelaufen. Die Veranstaltungen weltlicher und kirchlicher Art  waren eingeschränkt bzw. konnten nicht mehr so stark beschickt werden wie üblich, eigene Veranstaltungen wie etwa der beliebte Kameradschaftsball  fielen coronabedingt aus, sodass  sich letztlich auch ein Minus in der Gebarung ergab, mit dem die Kameradschaft das neue Jahr beginnen muss.  Ein weit bitterer Wermutstropfen ist, dass Kassier Hermann Duregger ausgeschieden ist, er trug an diesem 29. April seinen letzten Kassabericht vor und bekam dafür nochmals einen  donnernden Applaus. Zum Nachfolger wurde Clemens Mayr gewählt, damit wurde im Ausschuss wieder ein Generationenwechsel vollzogen. 

Kassaprüfer Franz Kröll stellte den Antrag, den Kassier und den gesamten Vorstand zu entlasten, was auch einstimmig geschah.

Schriftführer Josef Boros (der das Protokoll der letzten Jahreshauptversammmlung vom 30. Juli 2021 verlas) und Obmann-Stellvertreterin NR a. D. Carmen Schimanek wurden mit dem Verdienstkreuz in Silber geehrt, Obmannstellvertreter Markus Schlögl wurde mit der Verdienstmedaille in Silber ausgezeichnet, die Verdienstmedaillen in Bronze wurde den Kameraden  Bürgermeister Michael Riedhart, Thomas Palla und Michael Obergantschnig an die Brust geheftet. Die nimmermüde Marketenderin Gertraud Duregger erhielt für ihre Verdienste die Ehrenbrosche in Altsilber mit Goldemblem.

Obmann Josef Werlberger ist guter Dinge, dass sich pandemiemäßig wieder alles einrenken wird und der Kameradschaftsbund wieder jene Stärke zeigen kann, die ihn als Traditionsverein auszeichnet. Immerhin hat der TKB Wörgl im abgelaufenen Jahr 227 Uniformierte zu den Veranstaltungen abgesandt, besonders stark vertreten war der Traditionsverein  bei der 70-Jahr-Feier der Stadt Wörgl.  

Wie Pfarrprovisor Christian Hauser freut es auch Bürgermeister Michael Riedhart, dass es nun mit dem Miteinander wieder aufwärts zu gehen scheint, ob nun bei Gottesdiensten in der prall gefüllten Kirche oder bei Veranstaltungen. Die Kameraden können auch weiterhin auf die Unterstützung der Stadtgemeinde zählen. Bezirksobmannstellvertreter Rudolf Baumgartner überbrachte die Grüße des Bezirksverbandes und gratulierte den ausgezeichneten Mitgliedern.  

Die Wörgler Kameraden werden  beim  Stadtfest am 9. Juli 2022  mitwirken, einem kleinen Fest mit rund 30 Vereinen, die  u.a.  in jenem Bereich angesiedelt werden, wo einst  das Wörgler Kriegerdenkmal stand, nämlich an der Gabelung Bahnhofstraße/Speckbacherstraße, ehe es in den Siebzigerjahren in den Kirchhof verlegt wurde. Das Kriegerdenkmal ist 1928 von den Heimkehrern des Ersten Weltkrieges (heutiger Kameradschaftsbund) initiiert worden. Der Verein - 1924 gegründet - feiert also in zwei Jahren sein 100. Bestandsjubiläum. 

 

Im Bild v. li. Obmann Josef Werlberger, Kassier Hermann Duregger,  BO-Stv. Rudolf Baumgartner, Obmann-Stv. NR a. D. Carmen Schimanek, Fähnrich Thomas Palla, Marketenderin Gertraud Duregger, Bürgermeister Michael Riedhart, Schriftführer Josef Boros, Schriftführer-Stv. Michael Obergantschnig, Obmann-Stv. Markus Schlögl. Foto: TKB/Martin

Hohe Auszeichnung für Karl Binder

Der Wörgler Kamerad Karl Binder ist Bezirksfähnrich des Kameradschaftsverbandes Kufstein. Für seine langjährigen Verdienste wurde er nun mit der Bundesverdienstmedaille in Gold  des Österreichischen Kameradschaftsbundes ausgezeichnet. Die Ehrung erfolgte am 24. April 2022 anlässlich des Bezirksdelegiertentages in Alpbach durch TKB-Präsident Franz Xaver Gruber und Bezirksobmann TKB-Ehrenpräsident Hermann Hotter.  Auch Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer aus Niederndorf gratulierte unserem Fähnrich sehr herzlich. Foto: TKB/Martin

Kameradschaft kennt keine Altersgrenzen

Nationalrätin a. D. Carmen Schimanek  genießt die Stunden, die sie mit  der Kameradschaft Wörgl verbringt. Als Power-Frau, die  zwölf Jahre im Parlament in Wien zugebracht hat und auch im Wörgler Gemeinderat tätig war,  hat sie die Politik nun weiter nach hinten gereiht. Unser Bild zeigt die aufgrund ihrer parlamentarischen Tätigkeit hoch dekorierte  Wörgler Kameradin mit den Kameraden Hermann Werlberger (82) und Hermann Prevedel (80) anlässlich des Bezirksdelegiertentages in Alpbach am 24. April 2022. Alle drei werden an prominenter Stelle in der Wörgler TKB-Chronik geführt. Carmen als Obmann-Stellvertreterin und die beiden Hermann´s als Fähnrich und Fahnenbegleiter. Foto: Martin

Besuch beim neuen Wörgler Bürgermeister

Wenn ein Vereinsmitglied Bürgermeister wird, ist das ein ganz besonderer Anlass, um zu gratulieren:  Kameradschafts-Ehrenobmann Hermann Hotter, Kassier Hermann Duregger, Obmann Josef Werlberger, Marketenderin Christina Obergantschnig, Obmann-Stv. NR a. D. Carmen Schimanek und Ehrenmitglied Werner Martin wünschten dem neuen Stadtoberhaupt von Wörgl, Michael Riedhart, alles Gute für seine künftige Tätigkeit als Gemeindechef. Foto: Stadtamt 

 

Michael Riedhart machte am Montag, den 7. März 2022, erstmals als neuer  Bürgermeister im Wörgler Stadtamt die Runde und erhielt prompt einen Gratulations-Besuch von Seiten der Wörgler  Kameradschaft. Der junge Gemeindechef war gänzlich überrascht, freute sich aber sehr über diese Aufmerksamkeit,  ist er doch selbst  Mitglied des Wörgler Traditionsvereins, der 2024 sein 100jähriges Bestandsjubiläum feiert. Riedhart schätzt das Traditionsleben in seiner Heimatgemeinde sehr und will sich neben den vielen Aufgaben, die er sich vorgenommen hat,  dafür einsetzen, dass diese Tradition auch Fortbestand hat. Die Vereidigung von Michael Riedhart  (33) als neues Wörgler Stadtoberhaupt erfolgt am 14. März 2022 in Innsbruck. Er wird "Ganztagsbürgermeister" sein. 

Kameradschaft Wörgl gedachte der Bombenopfer von 1945

Im zu Ende gehenden Zweiten Weltkrieg wurde in Wörgl und Umgebung ein Bombenmassaker angerichtet.  Angriffe am 4. Jänner, 16., 22. und  23. Februar sowie am 10.  und 17. April  1945 hatten Dutzende Tote zur Folge. 69 Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer verloren in diesen unheilsvollen Tagen ihr Leben, 46 davon waren in Wörgl wohnhaft gewesen. Seit 1945 gedenkt die Kirche  am 23. Februar beim Stundgebet in besonderer Weise  all dieser Verstorbenen. Dieser Erinnerungskultur kommt auch der Wörgler  Kameradschaftsbund in besonderer Weise nach, der am Mittwoch, den 23. Februar 2022, von 21 bis 22 Uhr mit Vorbeter Hans Mauracher vor dem Allerheiligsten  an die Opfer der Weltkriege gedachte und für den Frieden auf der Welt betete, heuer mit besonderem Bezug auf den Krieg zwischen Moskau und der Ukraine.

Obmann Josef Werlberger (links) und Ehrenobmann Hermann Hotter (Mitte) mit Vereinsmitgliedern vor dem Kirchgang am Abend des 23. Februar. Zeit dafür hat sich auch  Michael Riedhart genommen (im Bild hinten rechts), der Nachfolger von Hedi Wechner im Amt des Bürgermeisters von Wörgl. Foto: TKB/Martin

Glückwünsche zum "80er"

Der Wörgler Geschäftsmann i. R. Franz Kröll ist langjähriges Mitglied der Kameradschaft Wörgl und genießt als aktives Vereinsmitglied und Rechnungsprüfer große Wertschätzung. Am 20. Jänner 2022 rückte der gesamte Vereinsvorstand zu seiner Geburtagsfeier  im Hotel "Alte Post" aus und überreichte ihm zu seinem "80er" ein Geschenk mit den besten Wünschen für eine gute Zukunft. Unser Bild zeigt den rüstigen Jubilar (Bildmitte) mit  v. li. Schriftführer Josef Boros, Ehrenobmann Hermann Hotter, Obmann Josef Werlberger  und Kassier Hermann Duregger. Foto: TKB/Martin

Das Friedenslicht von Bethlehem in Wörgl

Eckpfeiler des  Kameradschaftsbundes Wörgl sind sein soziales Engagement, die Förderung des Heimatbewusstseins,  die Pflege der soldatischen Tradition, die Förderung des Wehrwillens und  die Durchführung von Gedenkveranstaltungen zur Bewahrung des Friedens. Ein Fixpunkt im Vereinsleben ist  die Verteilung des "Friedenslichts von Bethlehem"  am 24. Dezember unter Vereinsmitgliedern, Freunden, Bekannten und Nachbarn.  Das wird schon seit Jahren so praktiziert, wenngleich unter erschwerten Bedingungen zu Coronazeiten. Auch 2021 wurde die kleine Flamme mit der großen Botschaft in aller Früh vom Hauptbahnhof Wörgl abgeholt und  seiner Bestimmung zugeführt. Hierzu ausgerückt sind Josef Boros, Obmann Josef Werlberger, Ehrenobmann TKB-Ehrenpräsident Hermann Hotter, Herbert Tipotsch, TKB-Landesschriftführer  Walter Hohenauer, im Bild v. li., und Andi Madersbacher.

Die Kameradschaft Wörgl wünscht allen Mitbürgern frohe und friedvolle Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr.  Foto: TKB/Martin

Seelensonntagsfeierlichkeit 2021 in Wörgl

Pfarrprovisor Christian Hauser, Bürgermeisterin Hedi Wechner,  Walter Hohenauer (Landesschriftführer des Tiroler Kameradschaftsbundes),  GR Michael Riedhart (Jugendvertrauensmann der Kameradschaft Wörgl) und Nationalrätin a. D. GR Carmen Schimanek (1. Obmann-Stellvertreterin der Kameradschaft Wörgl) bei der Kranzniederlegung vor dem Kriegerdenkmal. Fotos: TKB/Martin

Altkapellmeister Peter Silberberger dirigierte die Wörgler Stadtmusikkapelle.

Im Bild die Wörgler Kameradinnen und Kameraden. Im Hintergrund jene Eiche, die der Kameradschaftsbund Wörgl anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Frieden" am Seelensonntag 1995 eingepflanzt hat und die in den letzten 26 Jahren stattlich herangewachsen ist. 

 In Wörgl fand am Sonntag, den 7. November 2021, die traditionelle Gedenkfeier für die Opfer der beiden Weltkriege, für die Bombenopfer und für die Opfer im Widerstand gegen den Nationalsozialismus statt.  Die Stadtmusikkapelle, die Sepp-Innerkofler-Standschützenkompanie, der Kameradschaftsbund, der Veteranenverein Wörgl/Umgebung, die Schützengilde, die Feuerwehr und  das Rote Kreuz sind zu dieser Festlicheit ausgerückt und schufen dafür den feierlichen Rahmen.  Pfarrprovisor Christian Hauser zelebrierte den Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Dabei zitierte er  aus dem Lied vom "Guten Kameraden", das auf das Jahr1809 zurückgeht. Die Melodie ertönt an Kriegsgräbern gleichwohl wie an Gedenkstätten und  Gräbern von Zivilisten und sie war selbstverständlich auch in Wörgl wieder zu hören und sorgte für Rührung. Gemeinsam wurde  für den Frieden auf der Welt gebetet und dafür gedankt, dass man schon seit 76 Jahren in Frieden leben darf. Drei Kränze wurden an diesem 7. November im Gedenken an die Toten  niedergelegt: bei den Kriegsopfergräbern des Schwarzen Kreuzes im Städtischen Friedhof (im Beisein von TKB-Ehrenpräsident Hermann Hotter, Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes in Tirol), beim Kriegerdenkmal im Kirchhof  (das nach dem Ersten Weltkrieg von den Wörgler Heimkehrern  - heute Kameradschaftsbund - initiiert wurde) und beim Denkmal 1809 -  genannt der "Wörgler Reahrer" - am Andreas Hofer Platz. Die Wörgler Stadtpolitik war mit einer großen Abordnung unter Führung von Bürgermeisterin Hedi Wechner am Seelensonntag dabei. 

Alle Formationen hörten auf das Kommando von Manfred Mohn, Hauptmann der Schützenkompanie Wörgl.

Von den Marketenderinnen der Stadtmusikkapelle Wörgl gabs zum Abschluss der Feierlichkeit ein Schnapsl. Von links Altgemeinderat Schützenhauptmann Manfred Mohn, Gemeinderat Michael Riedhart, TKB-Landesschriftführer Walter Hohenauer, Bürgermeisterin Hedi Wechner, Gemeinderat  Christian Kovacevic,  Kulturreferentin GR Gabi Madersbacher,  Vizebürgermeister Hubert Aufschnaiter,  Pater Charles, Pfarrprovisor Christian Hauser, NR a. D. Gemeinderätin Carmen Schimanek.

Festakt 70 Jahre Stadt Wörgl

Bürgermeisterin Hedi Wechner  hatte anlässlich der 70-Jahr-Feier der Stadt die höchste Festtagstracht, das Kassettl, angelegt.

Das   „Traditionsforum Wörgl“  lud am  Vorabend zum Nationalfeiertag zur Aufführung des  Großen Österreichischen Zapfenstreichs  ein. Hervorragende Ausführende waren  die Stadtmusikkapelle Wörgl und die Sepp-Innerkofler-Standschützenkompanie Wörgl. Dazu gab es einen großen Aufmarsch der  Wörgler und Bruckhäusler Traditionsvereine  vom Stadtamt ins  Fußballstadion,  wo der Festakt anlässlich des 70. Bestandsjubiläums der Stadt Wörgl  stattfand. Festrednerin war Bürgermeisterin Hedi Wechner, die mit Bundesrat Sebastian Kolland als Höchstanwesendem, den Landtagsabgeordneten Barbara Schwaighofer  und Alois Margreiter sowie Viertlkommandant Manfred Schachner die Formationen abschritt.  Unter den Ehrengästen  befanden sich u. a.   Wörgls Pfarrprovisor Christian Hauser und  Pater Charles sowie Ehrenbürgerin Fahnenpatin Maria Steiner und Ehrenbürger Herbert Strobl. Auch  der neue Vizepräsident des Tiroler Kameradschaftsbundes, Roman Burgstaller, wohnte  dem Festakt bei und marschierte in den Reihen der Kameradschaft Wörgl und des Veteranenvereins Wörgl und Umgebung mit.

Der Vizepräsident des Tiroler Kameradschaftsbundes,  Roman Burgstaller, er ist Mitglied des Veteranenvereins Brandenberg, marschierte mit den   Wörgler Kameraden  zum Festplatz und nahm dort Aufstellung  (im Bild mit Obmann Josef Werlberger und den Marketenderinnen Christina, Traudi und Daniela. Fotos: TKB

Kapellmeister Thomas Peotta dirigierte die Stadtmusikkapelle Wörgl und ihre ausgezeichneten Solisten bei der Aufführung des Großen Österreichischen Zapfenstreichs,  Hauptmann Manfred Mohn befehligte die Sepp-Innerkofler-Standschützenkompanie Wörgl, die im Jubiläumsjahr 70 Jahre Stadt Wörgl das 50. Bestandsjubiläum feierte. 

Im Bild die Wörgler Kameradinnen und Kameraden beim Festakt "70 Jahre Stadt Wörgl".

Josef Werlberger neuer Obmann der Kameradschaft

Ernste Gesichter gab es anlässlich des Ausscheidens von Hermann Hotter als Obmann (vorne Kassier Hermann Duregger).

Bürgermeisterin Hedi Wechner leitete am 30. Juli 2021 die Neuwahl beim Kameradschaftsbund Wörgl. Josef Werlberger, re., trat die Nachfolge von Hermann Hotter, li., an. 

Froh, dass man sich nach  so langer Zeit wieder in Gemeinschaft treffen konnte, ging am Freitag, den 30. Juli 2021, um 20 Uhr im Hotel "Alte Post" die gut besuchte Jahreshauptversammlung der Kameradschaft Wörgl über die Bühne. Dem vorangestellt war eine Gedenkmesse in der Stadtpfarrkirche für jene 20 Kameradinnen und Kameraden, die im "Coronajahr" verstorben sind und denen aufgrund der strengen Begräbnisbestimmungen   kein letzter Fahnengruß mitgegeben werden konnte. Die Kameraden gedachten ihrer verstorbenen Vereinsmitglieder  mit Pfarrprovisor Christian Hauser. 

Die Kameradschaft Wörgl hatte im Verlauf von beinahe 100 Jahren (gegründet 1924) nur vier Obmänner: Hans Federer, Anton Graus, Hans Hausberger und Hermann Hotter. Nach 27 Jahren legte an diesem 30. Juli auch Hermann Hotter die Aufgaben des Vereins in jüngere Hände. Die Neuwahl des Ausschusses endete mit Standing Ovations für den scheidenden (Ehren)Obmann, von dessen gesellschaftlicher Stellung  und Erfahrung der Verein  auch in Zukunft profitieren wird. Hermann Hotter ist ab  nun Schirmherr und Ehrenvorsitzender der Kameradschaft Wörgl. Er übergab ein personell und finanziell bestens bestelltes Haus.  Eines seiner größten Verdienste war es, junge Leute in den Traditionsverein zu integrieren, diesen Nachwuchs zu fördern  und ihn im Ausschuss auch mitbestimmen zu lassen. "Es war eine schöne Zeit", so  Hotter in seinem Resümee. Sein Dank war umfassend und erreichte  die Kameraden und kirchlichen und weltlichen Stellen gleichwohl. Nicht zuletzt dankte Hermann Hotter seiner Gattin  Anna für ihr uneingeschränktes Ja zu seiner Arbeit.  Langweilig wird es Hermann Hotter auch in Zukunft nicht werden, ist er doch auch noch Ehrenpräsident des Tiroler Kameradschaftsbundes und Bezirksobmann der Kameradschaften im Bezirk Kufstein, dem stärksten Verband im TKB, bei dem er im kommenden Jahr das 25. Jahr als Obmann feiern kann. Zudem ist er Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes in Tirol.  Ansprachen  anlässlich der denkwürdigen Jahreshauptversammlung in Wörgl hielten Pfarrprovisor Christian Hauser, Bürgermeisterin Hedi Wechner, Nationalrätin a. D.  Carmen Schimanek, Landesehrenschützenmeister Ing.  Hansjörg Mair und TKB-Organisationsreferent Bezirksobmann-Stv. Herbert Rupprechter. Sie alle beinhalteten den Dank an Hermann Hotter und die Kameradschaft Wörgl für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit und den Wunsch nach einer gedeihlichen Zukunft . 

Der neue Ausschuss der Kameradschaft Wörgl für die kommenden drei Jahre

Obmann Josef Werlberger,1. Obmannstellvertreter NR a. D. Carmen Schimanek, 2. Obmannstellvertreter Markus Schlögl, Kommandant Brigadier Mag. Dr. Franz Birkfellner, Kommandantstellvertreter Mag. Gerold Loinger,  Fähnriche Josef Hofer und Thomas Palla, Fahnenbegleiter Hermann Werlberger, Johann Wechselberger, Hermann Prevedel und Josef Boros, Schriftführer und Chronist Josef Boros,  Schriftführerstellvertreter Michael Obergantschnig, Kassier Hermann Duregger,  1. Kassierstellvertreter Alfred Schroll, 2. Kassierstellvertreterin Daniela Leitner, Internetreferent Horst Moser,  Jugendvertrauensmann Michael Riedhart,  Organisation: Andrea Ager, Organisationsstellvertreter Hans Hechenberger,  Kanonier Jakob Unterberger,  Kanonierstellvertreter Markus Schlögl,  Zeugwart Ewald Spechtenhauser,  Zeugwartstellverterter Herbert Tipotsch. Als   Marketenderinnen fungieren Christina Obergantschnig, Traudi Duregger,  Yvonne Westphal,  und Daniela Mikisek, als Kassaprüfer Kommerzialrat Peter Greiderer, Franz Kröll und  TKB-Landesschriftführer Mag. Walter Hohenauer. 

Ehrungen

Vom   Tiroler Kameradschaftsbund ausgezeichnet wurden: Mit der Verdienstmedaille in Silber Herbert Tipotsch,  mit der Verdienstmedaille in Gold Franz Kröll, Sebastian Schwarzenbacher und Josef Hofer. Bürgermeisterin Hedi Wechner wurde als Dankeschön für die jahrelange gute Zusammenarbeit das Verdienstkreuz in Silber überreicht. 

 

 

Obmann Josef Werlberger freute sich mit den Ausgezeichneten Bürgermeisterin Hedi Wechner, Josef Hofer, Franz Kröll, Herbert Tipotsch und Sebastian Schwarzenbacher. Fotos: TKB/Martin

Seit 1924 Kameradschaft Wörgl

Heimkehrer des Ersten Weltkrieges gründeten am 16. August 1924 im Gasthof Neue Post in Wörgl die "Kriegervereinigung Wörgl". Nicht um die Kriegsgeschehnisse zu verherrlichen, sondern um künftige Genrationen auf die Schrecken des Krieges hinzuweisen und die Kameradschaft, die sie auf dem Felde erlebten, weiterzupflegen. 

Von den bei der Gründung anwesenden Männern haben folgende Kameraden den ersten Ausschuss verkörpert: Hans Federer als Obmann, Josef Mey als Schriftführer, Hans Hutterer als Kassier, Anton Graus als Kommandant sowie Ernst Ascher und Anton Paxmeier. Zeremonienmeister der Sterbekassa war Rudolf Greiderer. Die Genannten haben sich in den Folgejahren im besonderen für die Werbung und den inneren Aufbau der Vereinigung bemüht, sodass in verhältnismäßig kurzer Zeit eine stattliche Anzahl von Kameraden zu öffentlichen Anlässen eingeladen wurden.

Das erste öffentliche Auftreten hatte die Kriegervereinigung am Sonntag, den 31. August 1924. Es war die Teilnahme an einem Gottesdienst für die gefallenen und verstorbenen Kameraden in der Gemeinde. 

1925 ist vom Verein die Initiative zur Schaffung eines Kriegerdenkmals für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ausgegangen. Drei Jahre arbeitete ein Denkmalausschuss unter Führung von Ernst Ascher mit Unterstützung des Tiroler Denkmalamtes an den Vorbereitungen.

1926 übernahm Anton Graus die Obmannstelle der Kriegervereinigung. Er behielt diese Funktion 45 Jahre hindurch.

Die Kriegerdenkmalweihe am 13. Mai 1928 dürfte die größte Festlichkeit zwischen den beiden Weltkriegen 1914-1918 und 1939-1945 in Wörgl gewesen sein.  Rund 100 Vereine haben  daran teilgenommen. Das Kriegerdenkmal wurde am  27. Juli 1958 wiedereingeweiht, nachdem es mit den Namen der Toten des Zweiten Weltkrieges ergänzt worden war. In den Siebzigerjahren wurde das Monument von der Strassengabelung Bahnhofstraße/Speckbacherstraße entfernt und im Kirchhof  aufgestellt, wo es anlässich der Seelensonntagsfeierlichkeiten 1976 wieder eingeweiht wurde.  

Am 15. September 1929 hielt die Kriegervereinigung die Fahnenweihe ab. Frau Maria Gollner, Gattin des Wörgler Kaufmannes Hans Gollner, war Patin des wertvollen Stücks, das Gründungs- und Ehrenmitglied blieb zeitlebens eine große Gönnerin des Vereins.

Die Wiedergründung der Wörgler Heimkehrervereinigung erfolgte am 21. Jänner 1951. 55 von 300 eingeladenen Kriegsteilnehmern waren zugegen, um sich in den Verein, der sich nun den Namen "Kriegerkameradschaft Wörgl" gab,  einschreiben zu lassen.   Anton Graus war wieder Obmann. Anton Wastl junior sein Stellvertreter. Schriftführer wurde Hans Kirschl (Helfer Kamerad Kaligofsky),  Kassier Dr. Georg Stawa (Helfer Sixtus Brunner), zu Beisitzern wurden drei alte und drei junge Kameraden gewählt: Hans Hutterer,Walter Linser, Jakob Riedmann sowie Michael Unterguggenberger, Dr. Collleselli und Hans Hausberger.

40 Jahre nach der Vereinsgründung 1924, bei einem Festabend am 16. August 1964 konnte die Vereinigung unter dem verdienten Ehrenobmann Anton Graus feststellen, dass sie jederzeit ihren Pflichten und Zielen treu geblieben ist.

Das 50. Jubiläumsfest wurde am 12., 13. und 14. Juli 1974 in Verbindung mit dem 10. Bezirksfest des Tiroler Kameradschaftsbundes, Bezirksleitung Kufstein, abgehalten. Damals war bereits Hans Hausberger   Obmann. Als Gründungsmitglieder konnten bei diesem Fest Ehrenobmann Anton Graus,  Hans Gollner, Stanis Graus, Hans Hutterer, Martin Mey, Franz Felderer, Hans Kirschl, Georg Fischer und Fahnenpatin Maria Gollner ausgezeichnet werden. Das Fest wurde ein großer Erfolg. 

1994 übernahm  Hermann Hotter die Obmannstelle bei den Wörgler Kameraden. Hotter war der vierte Obmann des Vereins, nach Schulleiter Hans Federer, Herausgeber der Wörgler Heimatschriftchen; Schachtnerbauer Ökonomierat Anton Graus, Gemeinderat und Vizebürgermeister, sowie Hans Hausberger, Pfarrmesner in Wörgl und langjähriger  Organisationsleiter der Gelöbniswallfahrt Mariastein.  Hermann Hotter ist Alt-Gemeinderat, Ehrenzeichenträger der Stadt Wörgl und des Landes Tirol, Bezirksobmann und Ehrenpräsident des Tiroler Kameradschaftsbundes (den er 14 Jahre lang  geführt hat) und Landesgeschäftsführer des Schwarzen Kreuzes Tirol.   

Nachfolgerin von Maria Gollner als Fahnenpatin der Kameradschaft Wörgl wurde die Ehrenbürgerin der Stadt Wörgl, Maria Steiner. Die vielbeachtete Fahnenweihe erfolgte 2003 mit einem großen grenzüberschreitenden Bezirksfest. 

Die Organisation der 21. Landeswallfahrt mit Segnung der restaurierten Landesstandarte des TKB stand im Mittelpunkt des Wörgler Kameradschaftsjahres 2005. Als Fahnenpatin fungierte die Gattin des Landeshauptmannes von Tirol, Luise van Staa.

2007 wurde das restaurierte Kriegerdenkmal am verschönten Kirchplatz  von  Pfarrer Theo Mairhofer eingeweiht. 

2008 und 2012 wurden zwei Landesdelegiertentage in Wörgl mit jeweiliger Wiederwahl des Wörgler Obmannes und Bezirksobmannes Hermann Hotter als TKB-Präsident durchgeführt. 

2009 war die erste Bundeswallfahrt des Österreichischen Kameradschaftsbundes in Wörgl, an der sich 174 Fahnenabordnungen aus Österreich und Bayern beteiligten. 

2014  feierte der Kameradschaftsbund Wörgl seinen 90jährigen Bestand. Damit einher gingen die Jubiläen "50 Jahre Bezirksfest" und "30 Jahre Landeswallfahrt". Es waren Feierlichkeiten der Superlative, die für immer einen Platz in der Vereinschronik gefunden haben.

Die Kameradschaft Wörgl mit  436 Mitgliedern  ist die mitgliederstärkste Vereinigung des Tiroler Kameradschaftsbundes im Bezirk Kufstein, der Bezirk wiederum der mitgliederstärkste im TKB, dem rund 12.000 Mitglieder in  76 Ortsvereinen angehören. Sechs Traditionsverbände sind dem Tiroler Kameradschaftsbund angeschlossen. 

Der Kameradschaftsbund ist nicht mehr primär eine Schicksalsgemeinschaft der Kriegsgenerationen, sondern eine patriotisch gesinnte Wertegemeinschaft. Der TKB arbeitet eng mit dem Schwarzen Kreuz  auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge zusammen. Aufgaben sind überlieferte Traditionen zu wahren, die Kameradschaft untereinenander zu pflegen, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um dem Frieden zu dienen, das heimische Brauchtum rund um den kirchlichen und weltlichen Terminkalender zu erhalten. 

Der 2021 gewählte Ausschuss der Kameradschaft Wörgl für drei Jahre

Obmann Josef Werlberger,1. Obmannstellvertreter NR a. D. Carmen Schimanek, 2. Obmannstellvertreter Markus Schlögl, Kommandant Brigadier Mag. Dr. Franz Birkfellner, Kommandantstellvertreter Mag. Gerold Loinger,  Fähnriche Josef Hofer und Thomas Palla, Fahnenbegleiter Hermann Werlberger, Johann Wechselberger, Hermann Prevedel und Josef Boros, Schriftführer und Chronist Josef Boros,  Schriftführerstellvertreter Michael Obergantschnig, Kassier Hermann Duregger,  1. Kassierstellvertreter Alfred Schroll, 2. Kassierstellvertreterin Daniela Leitner, Internetreferent Horst Moser,  Jugendvertrauensmann Michael Riedhart,  Organisation: Andrea Ager, Organisationsstellvertreter Hans Hechenberger,  Kanonier Jakob Unterberger,  Kanonierstellvertreter Markus Schlögl,  Zeugwart Ewald Spechtenhauser,  Zeugwartstellverterter Herbert Tipotsch. Als   Marketenderinnen fungieren Christina Obergantschnig, Traudi Duregger,  Yvonne Westphal,  und Daniela Mikisek, als Kassaprüfer Kommerzialrat Peter Greiderer, Franz Kröll und  TKB-Landesschriftführer Mag. Walter Hohenauer. 

Das  im Jahr 1928 geweihte Wörgler Kriegerdenkmal an seinem alten Standort, Gabelung Bahnhofstraße/Speckbacher-Strasse. Wegen eines Neubaues wurde das Monument in abgeänderter Form in den Kirchhof verlegt.  Foto: Stadtarchiv Wörgl

 Am 15. September 1929 konnte die "Kriegervereinigung Wörgl"  ihre Vereinsfahne weihen. Maria Gollner geb. Gruber, Seniorchefin der  Firma Johann Gollner in Wörgl, war Fahnenpatin. Unser Bild zeigt Maria Gollner anlässlich ihres 90. Geburtstages, zu dem die Kameradschaft Wörgl mit Obmann Hans Hausberger herzlich gratulierte. Maria Gollner starb am 17. März 1994 im Alter von 92 Jahren. Die Kameradschaft gab ihrem Ehrenmitglied am 21. März das letzte Geleit.

Nachfolgerin von Fahnenmutter Maria Gollner beim Kameradschaftsbund Wörgl  wurde Wörgls Ehrenbürgerin und langjährige Vizebürgermeisterin Maria Steiner. Das Fest der Fahnenweihe wurde  am 28. und 29. Juni 2003 begangen und zwar beim 39. Bezirksfest, das als  1. grenzüberschreitendes Bezirksfest begangen wurde, weiters mit einem Konzert der Militärmusik Tirol im Gradlanger und mit der Aufführung des Großen österreichischen Zapfenstreichs.  Die Messe im Fußballstadion zelebrierte Pfarrer Erich Jell, Landeshauptmann Herwig van Staa wurde zum Ehrenmitglied des Tiroler Kameradschaftsbundes ernannt . Fotos: Martin/TKB

Die Kameradschaft Wörgl im Jubiläumsjahr 2014. Foto: Maier

 Hermann Hotter war von 1994 bis 2021, also 27 Jahre lang,  Obmann des Kameradschaftsbundes Wörgl. Nun ist er Ehrenobmann und Schirmherr des Wörgler Traditionsvereins.

Hotter: "Als ich am 17. April 1994 die Kameradschaft Wörgl übernahm, wusste ich um den hohen Stellenwert unseres Traditionsvereins in der Bevölkerung. Als angesehene Institution ist es uns eine Freude, unsere Heimatstadt Wörgl bei Veranstaltungen im In- und Ausland  repräsentieren zu dürfen.Die Heimkehrer-Kameradschaften waren seit jeher Sozialvereine. Ihr Hauptzweck bestand in der Unterstützung der Kriegsgeschädigten sowie deren Angehörigen bzw. Hinterbliebenen. Wir haben die Werte von damals in die heutige Zeit getragen, besuchen unsere kranken und alleinstehenden Mitglieder, unsere Altersjubilare, helfen unseren Kameradinnen und Kameraden in Notsituationen, nehmen an Wallfahrten teil und versuchen durch unseren Dienst am Frieden vor allem, nachkommenden Generationen die Schrecken  des Krieges vor Augen zu führen. Wenn Du noch kein Mitglied der Kameradschaft Wörgl bist, als Ehrenvorsitzender lade Dich herzlich ein, als Kameradin oder Kamerad unserem Verein beizutreten." Foto: Martin/TKB

Ehrenzeichen des Landes für Hermann Hotter

Hermann Hotters unermüdlicher Einsatz für Frieden und Freiheit ebenso wie für und Heimat- und Vaterlandsliebe wurde im Februar 2018  mit dem Ehrenzeichen des Landes Tirol gewürdigt. Im Bild  Hermann Hotter mit Landeshauptmann Günther Platter und Landeshauptmann Arno Kompatscher, Südtirol.  Foto: Land Tirol

Die Laudatio auf Hermann Hotter lautete: 

1994 wurde Hermann Hotter Obmann der Kameradschaft Wörgl, bereits drei Jahre später war er Obmann der 17 Kameradschaften im Bezirk Kufstein. Im Jahr 2000 erfolgte seine Wahl zum Vizepräsidenten des Tiroler Kameradschaftsbundes. 2002 stellte sich Hermann Hotter als geschäftsführender Präsident zur Verfügung. 2004 wurde er zum Präsidenten des Tiroler Kameradschaftsbundes mit rund 12.000 Mitgliedern gewählt, den er bis 2016 anführte. Seither führt Hermann Hotter den Titel eines Ehrenpräsidenten des Tiroler Kameradschaftsbundes.

Das Land Tirol würdigte sein Engagement durch die Verleihung des Verdienstkreuzes im Jahr 2004. 2005 erhielt der Unterländer als ehemaliger Gemeinderat das Ehrenzeichen der Stadt Wörgl für seine kommunalpolitischen Verdienste. Sein Einsatz für den Tiroler Kameradschaftsbund wurde 2008 mit der Verleihung des Ehrenringes ausgezeichnet. Weiters ist Hermann Hotter Ehrenobmann der Internationalen Käsiade in Hopfgarten, die er als eine Art olympischer Wettbewerb gegründet hat. Ihm wurde dafür die Auszeichnung des österreichischen Ehren-Käse-Kaisers verliehen – als einem, der sein gesamtes Leben der Käsemeisterei und der Käsekultur im Land gewidmet hat.

Als Präsident des Tiroler Kameradschaftsbundes konnte er die dringend notwendige Restaurierung der Landesstandarte mit Unterstützung von Fahnenpatin Luise van Staa verwirklichen. Hermann Hotter setzte sich insbesondere für die grenzüberschreitende Pflege der Kameradschaft und Freundschaft mit den Nachbarländern Vorarlberg, Salzburg und Kärnten, auch Bayern ein. Er ist als einziger Österreicher Ehrenmitglied der Bayerischen Kameradschaftsvereinigungen mit über 80.000 Mitgliedern.

Hermann Hotter gilt als "echter Tiroler, dessen Wort Bedeutung hat".

Seine Amtsführung als Präsident des Tiroler Kameradschaftsbundes zeichnete sich durch Umsicht, Hartnäckigkeit und Verlässlichkeit, aber auch Gefühl und Gespür aus. Er erinnerte immer wieder daran, dass der Österreichische Kameradschaftsbund mit über 200.000 Mitgliedern die größte Friedensbewegung Österreichs sei. Als Mitglied des Traditionsforums Tirol war das Gedenken im Jahr 2015 an den „Krieg vor der Haustür“ vor 100 Jahren für ihn ein Mahnmal gegen das Vergessen und unterstrich einmal mehr die Devise „Nie wieder Krieg“. Anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Frieden 1945 – 2015“ pflanzten die Ortsvereine „Friedensbäume“ in ganz Tirol.

Als Landesgeschäftsführer des für die Kriegsgräberfürsorge verantwortlichen Schwarzen Kreuzes wurde Hermann Hotter Initiator des Kapellenbaues am Kosakenfriedhof in der Peggetz in Lienz. Das Schwarze Kreuz kümmert sich insbesondere um die fern der Heimat Gefallenen aus Tirol. Man hat es sich zur Aufgabe gemacht, vergessene k.u.k. Soldatenfriedhöfe zu suchen und aus der Vergangenheit zu holen. 

 

Kameradschaft beteiligte sich am Wörgler Stadtfest

Einen gesunden Durst und einen guten Appetit wünschte die Kameradschaft Wörgl ihren Gästen beim  Wörgler Stadtfest 2018. Der Standort war wieder festlich dekoriert. Die weißen und roten Rosen, die den Kameradschaftsstand im Jahr 2017 schmückten (womit  die Kameraden den ersten Prreis bei der Standbewertung einheimsten) wurden 2018  von Sonnenblumen abgelöst. Die gelbe Blumenpracht an den Zeltsäulen und schön gedeckten Tischen war wieder eine Augenweide. Insgesamt haben sich wieder rund 50 Vereine am Wörgler Traditionsfest beteiligt.   15.000 Besucher wurden erwartet.  Im Bild Obmann  Hermann Hotter und Schriftführer Josef Boros  mit Marketenderin Silvia Horndacher vor dem Ansturm am Samstag, den 7. Juli 2018, 14 Uhr.

70 Jahre Jungbauernschaft Wörgl

Die Jungbauernschaft/Landjugend Wörgl feierte am Sonntag, den 26. August 2018, das 70jährige Bestandsjubiläum. Stadtpfarrer Dekan Theo Mairhofer, Bürgermeisterin Hedi Wechner und der Präsident der Landwirtschaftskammer Tirol, Josef Hechenberger gratulierten  sehr herzlich  und bedankten sich für alle Aktivitäten, die vom Verein das ganze Jahr über gesetzt werden. Die Schwerpunkte  sind: Gesellschaft und Familie, Umwelt und Lebensraum, Bildung und Beruf, Landwirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit, Religion und Kultur, Soziales und Gemeinschaftspflege.  Auch die Kameradschaft Wörgl   stellte sich als Gratulant ein und befand sich damit als Traditionsverein im Kreise von 14 Fahnenabordnungen, die den Jungbauern/Landjugend mit Josef Werlberger und Julia Feiersinger an der Spitze gratulierten. Das 70-Jahr-Jubiläum mit Festgottesdienst, Fahnenschwingen, Aufmarsch der Vereine und zweitägigem Zeltfest mit viel Musik und Gesang werden in lebhafter Erinnerung bleiben. Im Bild die Wörgler Kameraden mit ihrer Fahnenbandspenderin Kathi Astl, die selbst lange Jahre  als Funktionärin und Ortsleiterin der Jungbauern tätig war. Foto: TKB/Martin

100 Jahre Gelöbniswallfahrt Mariastein

Für den Kameradschaftsbund Wörgl war es wieder selbstverständlich, zur Soldaten- und Gelöbniswallfahrt nach Mariastein auszurücken, zumal diese Veranstaltung  am  ersten September-Sonntag 2018 zum 100. Mal stattfand. Rund 600 Wallfahrerinnen und Wallfahrer, darunter 70 Vereinsabordnungen, nahmen daran teil, es war eine Kundgebung von Glaube und Tradition. Unsere Bilder zeigen Alterzbischof Alois Kothgasser beim Wallfahrts-Auftakt  mit der Tiroler Landtagsabgeordneten Barbara  Schwaighofer,  neben ihr (v. li.) stehen Otto Weigl, Ehrenmitglied aus Bayern, Franz Birkfellner, Kurator des Schwarzen Kreuzes Tirol,  Hans Peter  Koidl,  Vizepräsident des Tiroler Kameradschaftsbundes, Josef Lettenbichler, Nationalratsabgeordneter, Oberst  Anton Frisch (er kam in Vertretung des Militärkommandanten von Tirol), Walter Osl, Bürgermeister von Angerberg, Alt-Landesrat Landtagsvizepräsident a. D. Hannes Bodner, Bezirksoberschützenmeister.  Das zweite Bild zeigt die in Wörgl beheimatete Bezirksfahne, mit Bezirksfähnrich Karl Binder und den Fahanenbegleitern Josef Boros und  Hermann Werlberger anlässlich der Defilierung. Fotos: TKB/Martin

Hermann Hotter wurde zum Ehrenobmann ernannt

Die Kameradschaft Wörgl hielt am Sonntag, dem 28. April 2019, im Beisein zahlreicher Ehrengäste im Hotel "Alte Post" die Jahreshauptversammlung ab. Vorher gab es einen gemeinsamen Gottesdienst mit Stadtpfarrer Dekan Theo Mairhofer, bei dem sich  die Kameradinnen und Kameraden mit einem Geschenk ganz persönlich von ihrem  Mitglied verabschiedeten, da der beliebte Pfarrer  bekanntlich per 1. September d. J. in den Pfarrverband Gasteinertal wechselt.   Die Sonntagsmesse wurde vom Chor "Arche " aus Schwarzach im Pongau wunderschön umrahmt. Schwarzach ist jene Pfarre, von der Theo Mairhofer 2003 nach Wörgl gekommen war und sie ist nicht weit von seinem künftigen Wirkungsbereich entfernt. 

Die Jahreshauptversammlung der Wörgler Kameraden war  von Freude geprägt. Nicht nur, dass zahlreiche Kameradinnen und Kameraden ausgezeichnet werden konnten, wurde Obmann TKB-Präsident Hermann Hotter  von der Vollversammlung einstimmig zum Ehrenobmann ernannt. Diese Würdigung wurde ihm aufgrund seiner 25-jährigen Obmannschaft von den Vereinsmitgliedern spontan zuerkannt. Die Freude war riesengroß, die Überraschung perfekt.  

Die Wörgler Kameraden  haben ihr Vereinsjahr  mit einem kleinen Minus abgeschlossen, aber der Traditionsträger ist  äußerst aktiv,  wirtschaftet sparsam und  verfügt so über  einen entsprechenden Finanzpolster.  Den Antrag  auf Entlastung des Vereinsvorstandes stellte als Kassaprüfer der vormalige Aufsichtsratsvorsitzende der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG,  Kommerzialrat Dir. Peter Greiderer (ehem. Direktor der Raiffeisenbank Wörgl Kufstein).  Kassier Hermann Dureggers Arbeit wurde ausdrücklich gewürdigt. 

Seitens der Landesleitung des Tiroler Kameradschaftsbundes wurden folgende Mitglieder geehrt: Andrea Ager  (kleine Ehrenbrosche in Altsilber mit Goldemblem), Sandra Herzog (kleine Damenbrosche in Silber mit Goldemblem), Landtagsabgeordneter Bürgermeister  Alois Margreiter, Breitenbach und Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer, Niederndorf (Verdienstmedaille in Bronze), Christian Herbst (Verdienstmedaille in Silber), Josef Werlberger,  Nationalrätin Carmen Schimanek, Josef Boros (Verdienstmedaille in Gold),  Hermann Prevedel, Klaus Sedlak (Verdienstkreuz in Silber),  Peter Kruckenhauser, Hans Wechselberger, Hermann Duregger (Verdienstkreuz in Gold).

Ansprachen

Vizebürgermeister Mario Wiechenthaler sprach dem Kameradschaftsbund im Namen der Stadtgemeinde ein großes Dankeschön  für sein Wirken in und außerhalb Wörgls  aus.  Nationalrätin Carmen Schimanek gratulierte den ausgezeichneten Mitgliedern, sie schätzt das Miteinander im Wörgler Kameradschaftsbund.  Nationalrat Christian Kovacevic gefallen die Leitlinien des Vereines: "Tradition bedeutet nicht nur Brauchtum, sondern weit mehr,  und es ist wichtig und richtig, diese Kultur zu pflegen und aufrechtzuerhalten".  Die Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer  ist  mit der Gesinnung und den Werten des Kameradschaftsbundes aufgewachsen und ist - wie ihr kriegsteilnehmender Großvater  es war,  aus tiefstem Herzen Kameradin.   LA Bgm. Alois Margreiter bedankte sich beim Kameradschaftsbund für alle   Aktivitäten im Gedenk-Jahr 2018. Seine Bitte war, den Frieden  mittels Teilnahme an der Europawahl zu stärken.   Ehrenbürgerin Fahnenpatin Maria Steiner rundete den Reigen der Ansprachen mit einem Lob  für die soziale Arbeit  des Kameradschaftsbundes Wörgl ab  und Bezirksobmannstellvertreter Herbert Rupprechter aus Brandenberg würdigte die Arbeit von Ehrenobmann, Bezirksobmann und TKB-Präsident Hermann Hotter. Major Markus Kirchmair vom Kommando der 6. Gebirgsbrigade in Absam rief dazu auf, wachsam zu bleiben und die geistige Landesverteidigung nicht zu vernachlässsigen. 

 

Im Bild Ehrenobmann TKB-Präsident Hermann Hotter inmitten der ausgezeichneten Mitglieder und Ehrengäste anlässlich der Jahreshauptversammlung 2019.  Fotos: TKB

Verabschiedung von Regionaldekan Stadtpfarrer Theo Mairhofer

Am Samstag, den 10. August 2019, wurde Regionaldekan Stadtpfarrer Theo Mairhofer in Wörgl verabschiedet.

Konsistorialrat Mairhofer tritt am 1. September seine neue Pfarrerstelle im Salzburger Gasteinertal an, wo er die  vier Pfarren  Dorfgastein, Bad Hofgastein, Bad Gastein und Böckstein zu betreuen hat, wofür  man einen priesterlichen Seelsorger gesucht hat, der schon etwas reicher an Erfahrung ist,  "an oitn Pfarrer eben", wie Theo Mairhofer das am  10. August um 18 Uhr beim festlichen Dankgottesdienst in der Wörgler Stadtpfarrkirche humorvoll  interpretierte.  Der beliebte Pfarrer bekam von den  Kirchenbesuchern  aufgrund seines segensreichen Wirkens im Pfarrverband Wörgl-Bruckhäusl minutenlangen Applaus spendiert. 

Theo Mairhofer wurde 1962 in Thiersee geboren. Er besuchte die Volksschule, dann das Bundesrealgymnasium in Kufstein, er studierte Theologie in Salzburg, wurde 1988 zum Diakon geweiht und war dann Seelsorger in Brixlegg. Nach der Priesterweihe    im Sommer 1989   war Mairhofer Kaplan in Kuchl/Sbg., 1991/92 Pfarrprovisor in Vigaun/Sbg. und anschließend zehn Jahre Pfarrer in Schwarzach St. Veit, nicht weit von seinem künftigen Wirkungsbereich entfernt.    Seit 2003  war Theo Mairhofer Pfarrer in Wörgl, seit 2015 auch in Bruckhäusl. 

Mairhofers persönliches Lieblingswort aus der Bibel, das ihn auch trägt,  lautet: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir." "Diese Worte", so Mairhofer, "haben sich in meinem Leben immer wieder bestätigt." Es war ihm immer ein Herzensanliegen, diese biblische Grunderfahrung  weiterzugeben. 

Aus Wörgl verabschiedete er sich mit einem von Herzen kommenden  "Pfiat enk Gott - Gott behüte euch".   

Mairhofers Nachfolge im Pfarrverband Wörgl-Bruckhäusl hat Kooperator Christian Hauser angetreten. Hauser  hat sich bereit erklärt, das Amt des Pfarrprovisors  für ein Jahr interemistisch zu übernehmen.  

Auch die Wörgler Kameraden (Bild)  nahmen  am Dankgottesdienst und Abschiedsfest von Pfarrer Theo Mairhofer teil und zeigten so  ihre Verbundenheit zu ihrem treuen Mitglied. Foto: TKB/Martin                                                                          

Pfarrer Theo Mairhofer (im Bild mit dem Wörgler Ehrenobmann TKB-Präsident Hermann Hotter) ist Träger der Verdienstmedaille in Gold des Tiroler Kameradschaftsbundes. Anlässlich seines Abschieds von Wörgl wurde Theo Mairhofer der Ehrenring der Stadt Wörgl zuteil, überreicht von Bürgermeisterin Hedi Wechner, Vbgm. Mario Wiechenthaler und Vbgm. Hubert Aufschnaiter. Foto: TKB/Martin

Schießen mit dem Sturmgewehr

Die Kameradschaft Wörgl nahm am Freitag, den 27.September 2019, mit drei Mannschaften am TKB-Landesschießen  in Vomp teil und gehörte damit zu  jenen wenigen Kameradschaften, die sich an diesem Traditionsbewerb  beteiligten (Wörgl, Schwaz, Vomp, Vals-St. Jodok). Den Rest der 27 Mannschaften stellten Schützengilden, Schützenkompanien, Kaiserjäger und Kaiserschützen. Auch die Polizei hat sich mit einem Team beteiligt. Die Ehre der Wörgler haben Michael Obergantschnig, Andreas Schlögl und Markus Schlögl (Mannschaft Wörgl 2) hochgehalten, die mit ihrer Leistung  den 8. Platz  erreichten. Sieger wurde die Mannschaft SG Zirl 1. Die Teams von Wörgl III und Wörgl I konnten  nicht reüssieren. Leider musste das Bundesheer  das traditionelle Schießen aus Gründen der Sparsamkeit von einem Samstag auf einen Werktag verlegen. Üblicherweise nehmen an dem Bewerb 50 bis 60 Mannschaften teil.

Im Bild von links TKB-Präsident Bezirks- und Ortsobmann Hermann Hotter, Andreas Schlögl, Michael Obergantschnig, Markus Schlögl und Wettkampfleiter Oberst Felix Resch. Foto: TKB/Martin

34. Landesskimeisterschaft des TKB

An der 34. Landesskimeisterschaft des Tiroler Kameradschaftsbundes in Alpbach am 8. Februar 2020 nahmen  auch Mitglieder der Kameradschaft Wörgl teil und die  Wörgler "Schlachtenbummler" sahen allen Grund, ihre Rennläuferinnen und Rennläufer  hochleben zu lassen. Damen AK III: 1. Daniela Leitner (1:07,94). Damen AK I:  2. Sandra Herzog (1:07,63). Altersklasse III Herren: 6. Hans Peter Ostermann (56,36). Altersklasse II Herren: 2. Gerold Loinger (52,86), 7. Reinhardt Campidell (1:03,88), 8. Thomas Palla (1:07,17).  Altersklasse 1 Herren:  5. Helmut Karrer (1:13,19).  Gerold Loinger, Hans Peter Ostermann und Reinhardt Campidell sorgten mit ihrer Leistung für Platz 4 in der Mannschaftswertung. Zu den  ersten Gratulanten zählten Bürgermeister Markus Bischofer,  TKB-Präsident Orts- und Bezirksobmann  Hermann Hotter und Sportreferent Peter Schwarzenauer, Obmann der Kameradschaft Alpbach und Ehrenmitglied des Bezirksverbandes.  Peter Schwarzenauer oblag die Gesamtorganisation. Durchgeführt wurde der Riesenslalom am Galtenberglift in Inneralpbach vom Schiclub Alpbach. Alle drei Titel (Damen, Herren, Mannschaft) blieben übrigens in Alpbach. Siehe TKB-Bezirksverband Kufstein.

Mutter und Tochter Daniela Leitner und Sandra Herzog im Zielgelände. 

Gerold Loinger wurde Zweiter in der Altersklasse II.