Tiroler Kameradschaftsbund - Bezirksverband Kufstein

 

Dem Bezirksverband Kufstein gehören 2437 Mitglieder in 17 Vereinen an (Alpbach, Brandenberg, Brixlegg, Ebbs-Buchberg, Erl, Kufstein, Kundl, Mariastein-Angath-Angerberg, Niederau, Niederndorf, Söll, Thiersee-Landl, Walchsee, Wildschönau, Wörgl, Wörgl-Umgebung,  Timelkam "IR 14 -Hessen" sowie das Kuratorium Soldatenfriedhof Parkkina. Die soziale Komponente spielt bei den Ortsvereinen eine große Rolle.  Die Besuche von erkrankten, hilfsbedürftigen und jubilierenden Kameradinnen und Kameraden ist selbstverständlich. Der weltliche und kirchliche Festkalender wird unterstützt und eingehalten. Als Friedensorganisation werden die Seelensonntage mit dem Gedenken an die Vermissten und Gefallenen der Weltkriege gewissenhaft durchgeführt.  Veranstaltungen wie Ausflüge, Vereinsabende, Bälle, Kegeln,  Asphaltschießen usw. sorgen für ein reges Miteinander.  Seit über 35 Jahren gibt es eine grenzüberschreitende Freundschaft mit den bayerischen Kameraden aus Neuburg-Schrobenhausen. 

Beim  Bezirksdelegiertentag in Niederau am 11. März 2018  wurde für vier Jahre  folgender Bezirksausschuss gewählt:  Bezirksobmann TKB-Ehrenpräsident Hermann Hotter, Bezirksobmann-Stellvertreter Herbert Rupprechter  und Rudolf Baumgartner,  Bezirkskommandant Hubert Ampferer, Bezirkskassier  Hermann Duregger,  Bezirksschriftführer Mag. Gerold Loinger,  Bezirksschriftführerstv. Michael Waldner,  Internetbeauftragter Horst Moser, Sportreferent Peter Schwarzenauer,  Jugendreferent Hans Greiderer,  Bezirksfähnrich Karl Binder,  Kassaprüfer Paul Folie und Heinrich Fuchs. Bezirksbeiräte sind Mag. Walter Hohenauer und Erich Lettenbichler. 

 

Im Bild Bezirksobmann Hermann Hotter (links) mit seinen Stellvertretern Herbert Rupprechter, Brandenberg, und Rudolf Baumgartner, Niederndorf, sowie Bundesratspräsident a. D. Ludwig Bieringer, Präsident des Österreichischen Kameradschaftsbundes  (2. v. li.). Foto: Martin/TKB 

Wörgl ist Stützpunkt der Bezirksfahne des Kameradschaftsbezirkes Kufstein. Fahnenträger ist Karl Binder (im Bild mit den Fahnenbegleitern Hermann Prevedel und Hans Wechselberger. Foto: Martin/TKB

Gebete für den Frieden - Hunderte Pilger bei Gelöbniswallfahrt

Rund 70 Vereine nahmen an der 100. Soldaten- und Gelöbniswallfahrt am 2. September in Mariastein teil. Im Bild Landesrat Hannes Tratter, TKB-Ehrenpräsident Bezirksobmann Hermann Hotter und ÖKB-Präsident Ludwig Bieringer  (v. re.) beim Abschreiten der Ehrenformation des  Veteranenvereins Brandenberg. Tratter wurde an diesem Tag mit dem Goldenen Ehrenkreuz des Tiroler Kameadschaftsbundes ausgezeichnet und damit seine Verdienste als ehemaliger TKB-Präsident gewürdigt. Fotos: TKB/Martin

Alt-Erzbischof Alois Kothgasser, Wallfahrtskurat Pfarrer Matthias Oberascher und Militärpfarrer Hans Peter Schiestl zelebrierten den Gottesdienst im Schlosshof des Wallfahrtheiligtums Mariastein.

Die Bürgermeister Hannes Neuhauser,  Walter Osl,  Josef Haaser,  das Ehepaar Rosi und Ludwig Bieringer  (ÖKB-Präsident),  Bgm. Dieter Martinz,  Landesrat Hannes Tratter,  die LAbg. Barbara Schwaighofer, Nationalrätin Carmen Schimanek, Nationalrat Josef Lettenbichler und TKB-Vizepräsident Hans Peter Koidl während der Pilgermesse. 

Auch die Landesstandarte des Tiroler Kameradschaftsbundes fehlte nicht bei der 100. Soldaten- und Gelöbniswallfahrt in Mariastein. Die Traditionsveranstaltung  wurde von TKB-Ehrenpräsident Bezirksobmann Hermann Hotter mit der Kameradschaft Mariastein-Angath-Angerberg ausgerichtet . Rund 70 Fahnenabordnungen aus Tirol, Südtirol und Bayern konnten begrüßt werden. Hunderte Wallfahrerinnen und Wallfahrer haben an diesem denkwürdigen Tag den Wallfahrtsort bevölkert.  Auch eine Ausstellung über frühere Gelöbniswallfahrten war zu sehen, zusammengestellt von Orts-Chronistin Gerda Penz.

"100 Jahre Gelöbniswallfahrt Mariastein, 100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges, 100 Jahre Republik Österreich" diese drei Jubiläen wurden  am ersten September-Sonntag 2018 feierlich begangen. 

Bezirksobmann TKB-Ehrenpräsident Hermann Hotter empfand es als besondere Ehre, dass  rund 70 Vereine zur 100. Soldaten- und Gelöbniswallfahrt nach Mariastein gekommen waren. Neben den zahlreichen Fahnenabordnungen des Tiroler Kameradschaftsbundes nahmen auch Abordnungen von Schützenkompanien und Schützengilden, Kaiserjägern, Kaiserschützen, Alpinis und anderen Traditionsvereinen an der geschichtsträchtigen Wallfahrt im  Schlossheiligtum teil. 

Als besondere Auszeichnung wurde es  empfunden, dass Alt-Erzbischof Alois Kothgasser mit Wallfahrtkurat Pfarrer Matthias Oberascher und Militärpfarrer Hans Peter Schiestl die Pilgermesse zelebrierte. Rund 600 Wallfahrer haben an diesem Tag Mariastein bevölkert. Sie alle wurden von Bürgermeister Dieter Martinz herzlich willkommen geheißen. 

 

Entstehungsgeschichte der Wallfahrt 

Bereits wenige Monate nach Ende des Ersten Weltkrieges, also vor 100 Jahren, hatten sich  Kameraden des 1. Tiroler Landsturmregiments zur Wallfahrt in Mariastein getroffen, um ihrer gefallenen und vermissten Kameraden zu gedenken. Sie kamen damit einem Gelöbnis nach, das  sich die zwei jungen Soldaten Hans Gruber aus Kufstein und Andrä Adamer aus Langkampfen im November 1914 bei einem schweren Gefecht an der serbischen Front gegeben hatten, nämlich alljährlich zur Mutter Gottes nach Mariastein zu pilgern, wenn sie heil in die Heimat zurückkämen. Waren es in den Anfangsjahren die Heimkehrer selbst, die an der Wallfahrt teilnahmen, so sind es heute deren Kinder, Enkel- und Urenkel, die sich ihrer Vorfahren erinnern. 

 

Ansprachen

Bürgermeister Martinz nahm das 100-Jahr-Jubiläum zum Anlass, allen zu danken, die  diese Wallfahrt organisieren und ausrichten, dem Bezirksverband Kufstein mit Bezirksobmann TKB-Ehrenpräsident Hermann Hotter, der Kameradschaft Mariastein-Angath-Angerberg mit Obmann Georg Kreutner und allen Helfern und Mitarbeitern. Martinz dankte aber auch den Kameradschaften, allen Abordnungen der Traditionsvereine, der Bundesmusikkapelle Angerberg-Mariastein und allen Pilgern, die der Mariasteiner Wallfahrt die Treue halten, dafür sorgen, dass die Erinnerung an  den  Krieg  nicht in Vergessenheit gerät und an die nächsten Generationen weitergegeben wird.

Der Präsident der bayerischen Kameradschafts- und Soldatenvereinigung Hans Schiener (80.000 Mitglieder) unterstrich mit dem Verbandsspruch "In Treue fest"  das Gedenken an die Toten und Vermissten der Weltkriege und  brachte mit seinem Kommen die Freundschaft zwischen den Tiroler und Bayerischen Kameraden zum Ausdruck, die bereits über 35 Jahre währt.

ÖKB-Präsident Ludwig Bieringer erinnerte an die Generalmobilmachung  am  31. Juli 1914. "Viele Soldaten sind damals eingezogen worden. Es herrschte  die Meinung, zu Weihnachten sind wir wieder zurück. Für viele Soldaten sind es vier Weihnachten geworden, die sie im Feld verbracht haben und für 9,7 Millionen Soldaten gab es keine Weihnachten mehr, sie sind an den verschiedenen Kriegsschauplätzen gestorben. Zehn Millionen Zivilisten waren auch Opfer dieses Weltkrieges", so   Präsident Bieringer, der sich  im Namen des Österreichischen Kameradschaftsbundes bei den Organisatoren für die Aufrechterhaltung der Mariasteiner Wallfahrt bedankte,  "denn tot ist nur, wer vergessen wird". 

Landesrat Hannes Tratter zollte der Ehrenkompanie Veteranenverein Brandenberg Respekt für  die präzise geschossenen Ehrensalven. Er würdigte die Mariasteiner Wallfahrt als traditionellen Ort des Gedenkens und des gemeinsamen Bekenntnisses  für den Frieden und bat, das Gedenken auch in den kommenden 100 Jahren fortzuführen. Landesrat Tratter wurde von Hermann Hotter und TKB-Vizepräsident Hans Peter Koidl mit dem Goldenen Ehrenkreuz des Tiroler Kameradschaftsbundes ausgezeichnet, dies in Würdigung seiner Arbeit als ehemaliger TKB-Präsident.  

Alterzbischof Alois Kothgasser   freute sich über die vielen Wallfahrtsteilnehmer aus  Tirol, Südtirol und Bayern: "Es ist gut, dass wir zur Gottesmutter nach Mariastein kommen, um zu danken, aber auch -mit Blick auf unsere Zeit - zu bitten." Auch Kothgasser sprach den Ersten Weltkrieg an und den noch schlimmeren Zweiten Weltkrieg mit mehr als 55 Millionen Toten: "Jede Kriesgshandlung, ob klein oder groß,  ist ein Verbrechen gegenüber Gott und den Menschen. Waffenarsenale (atomare, biologische und chemische)  mögen zur Abschreckung dienen, aber was erzeugt wird an Waffen, wird auch eingesetzt, das ist die Erfahrung der Geschichte", so der Alterzbischof.  "Wenn wir, die Menschen  -alle - uns an die zehn Gebote Gottes halten wollten, würde die Menschheit vermutlich anders aussehen. Wenn wir allein die goldene Regel beachten würden  `Was du nicht willst, das man dir tu, das füg´auch keinem anderen zu´, das würde vieles verändern.", so der Erzbischof.

 Bezirksobmann Hotter hatte die vielen Pilger in Mariastein auch im Namen von Viertelkommandant Landesschützenmeister Major Manfred Schachner begrüßt. Dass Schachner neben ihm am Podium stand dokumentierte die Zusammenarbeit des Tiroler Kameradschaftsbundes mit dem Bund der Tiroler Schützenkompanien und dem Landesschützenbund.   

 

Zu den Ehrengästen zählten neben den  genannten Personen (Ansprachen und Predigt) auch die Nationalräte Carmen Schimanek und Josef Lettenbichler, die Landtagsabgeordnete Barbara Schwaighofer, Bezirkshauptmann Landesoberschützenmeister Christoph Platzgummer, Bürgermeisterin Hedi Wechner, die Bürgermeister Walter Osl, Josef Haaser, Hannes Neuhauser, Landesrat und Vizepräsident des Tiroler Landtages a. D.  Bezirksoberschützenmeister Hannes Bodner,  Schützenbataillonskommandant Major Hermann Egger,  Landesschützenmeister Andreas Hauser,  Ehren-Landesschützenmeister Hansjörg Mair,  der Kurator des Schwarzen Kreuzes, Landesgeschäftsstelle Tirol Brigadier i. R. Franz Birkfellner,  der Präsident der wehrpolitischen Gesellschaft OSR Prof. Erich Wörister,  der Vertreter des Militärkommandanten von Tirol, Oberst Anton Frisch, die päpstlichen Bruderschaftsmitglieder Santa Maria dell` Anima mit  Theresia Reitsamer, der Sprecher des Traditionsforums  Tirol, Vizeleutnant i. R. Franz Hietzl,  die Alpinis Sektion Bozen mit Vizepräsident Marco Tomazzoni, der Bezirksvorsitzende von Oberbayern-West Günther Holdenried, die Ehrenmitglieder des TKB-Bezirksverbandes Kufstein Andreas Bramböck, Adi Lengauer, Peter Schwarzenauer, Otto Weigl.

 

Ein besonderes Vergeltsgott erging an die Bundesmusikkapelle Angerberg-Mariastein mit  den  Gebrüdern Mösinger als Obmann und Kapellmeister,  an den Veteranenverein Brandenberg mit Obmann Herbert Rupprechter und  Hauptmann Bezirkskommandant Hubert Ampferer, an die Harfenspielerin Magdalena Außerlechner, an die Bürgermeister der Gemeinden Mariastein, Angath, Angerberg, Martinz, Haaser und Osl, an die Kameradschaft selbst, einschließlich Feuerwehr, freiwilligen Helfern und Mitwirkenden, die für den Ablauf der Wallfahrten verantwortlich zeichnen.  Dem Bundesheer wurde für die Beistellung der militärischen Ehrenwache gedankt.  

Fotos: TKB/Martin

 

Zum Gedenken an die Treue und Opferbereitschaft der Tiroler Landsturmmänner von 1914-1918 wurde im Jahre 1926 am Felsen des Marienheiligtums ein Denkmal für die gefallenen Kameraden errichtet. Es stammt vom Bildhauer Jakob Silberberger aus Kramsach. Am 2. September, erfolgte im Rahmen der  100. Wallfahrermesse wieder eine feierliche Kranzniederlegung beim Abspielen des Lieds vom Guten Kameraden, der Landeshymne  und der Bundeshymne durch die Musikkapelle Angerberg-Mariastein.  Das Bundesheer hielt die Ehrenwache. 

 

Hotter wieder TKB-Präsident

Unser Bezirksobmann und Ehrenpräsident des Tiroler Kameradschaftsbundes, Hermann Hotter   hat neuerlich das Amt des TKB-Präsidenten übernommen. Seine Wahl erfolgte am 6. September 2018 in einer außerordentlichen Präsidiumssitzung.  Die Nachbesetzung wurde aufgrund des Rücktritts von NR Dominik Schrott aus allen öffentlichen Ämtern notwendig. Schrott war bekanntlich nur über wenige Wochen geschäftsführender TKB-Präsident gewesen.  Mit der Wiederbestellung Hotters  haben die Funktionäre auf einen bewährten Funktionär gesetzt. 1994 wurde Hermann Hotter zum Obmann der Kameradschaft Wörgl gewählt, 1997 erfolgte seine Wahl zum Bezirksobmann des stärksten TKB-Bezirkes Kufstein. Im Jahr 2000 wurde Hotter Vizepräsident des TKB, 2002 stellte er sich als geschäftsführender Präsident zur Verfügung, 2004 wurde er zum  Präsidenten des Tiroler Kameradschaftsbundes gewählt, den er bis 2016 anführte. Seit seinem Rücktritt führt er den Titel eines Ehrenpräsidenten.  Auf dem  Landesdelegiertentag  2020 wird ein neuer Präsident gewählt. Hermann Hotter wird nicht mehr kandidieren.

Tirols Militärkommandant als Vortragender in Wörgl

TKB-Präsident Hermann Hotter begrüßte Generalmajor Mag. Herbert Bauer in Wörgl.

 Tirols Militärkommandant Generalmajor Herbert Bauer  referierte  am Freitag, den 9. November, um 19 Uhr auf Einladung von TKB-Präsident, Bezirks- und Ortsobmann Hermann Hotter im Hotel "Alte Post" in Wörgl über "Die sicherheitspolitische Entwicklung unter Berücksichtigung von Terror und Migration". Bauer beleuchtete  die Politik der Großmächte Amerika, Russland, China und ihr Bemühen, in jedem Fall militärisch stark zu bleiben bzw. noch stärker zu werden, um im  weltpolitischen Geschehen tonangebend sein zu können. Er sprach über die Osterweiterung der Europäischen Union, über die Annektion der Halbinsel Krim im Schwarzen Meer unter Wladimir Putin und über provokative militärische Auftritte Russlands gegenüber den NATO-Verbündeten.

Höchst interessant waren  auch seine Ausführungen zur weltweiten Bevölkerungsentwicklung:  Sie explodiert in Asien und  Afrika, sie steigt in Nord- und Südamerika,  in Europa hingegen sinkt sie. "Es gibt offenbar keine Bereitschaft der europäischen Bevölkerung - aus welchen gesellschaftspolitischen Gründen immer - sich zu vermehren", so Generalmajor Herbert Bauer.  Auf das Problem hätte die UNO bereits 2001 hingewiesen. In der Studie "Ersatz der Bevölkerung durch Migration" (!)  wurde ausgerechnet, wie viele Leute von außen einem europäischen Land zugeführt werden müssten, damit dort das  Arbeits-, Wirtschafts-  und Sozialsystem nicht kippt.  Deutschland bräuchte demnach eine Zuwanderung von ca. 6.500 Migranten pro Million Einwohner im Jahr. Bei 80 Millionen Menschen wären das rund 500.000 Migranten. Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, David Folkerts-Landau vertritt die These, dass die Zuwanderung das entscheidende Instrument gegen die Folgen des demografischen Wandels sei. "Wenn sich nichts ändert, erwartet uns eine Zukunft mit weniger Arbeitskräften und mickrigen Wachstumsraten.  Durch die Veränderung der Altersstrukturen würden ältere Generationen an politischem Einfluss gewinnen. Dadurch würde Deutschland zu einem  statischen, risikoscheuen und in sich gekehrten Land werden. Besitzstände zu wahren würde wichtiger sein als Neues zu schaffen".

Andererseits sind Millionen von Menschen auf der Flucht, um  in ein besseres Land  zu gelangen.    

Generalmajor Bauer sprach über den Kampf gegen das Schleppertum im Mittelmeerraum und nannte Zahlen über das Flüchtlingsaufkommen  auf der Balkanroute mit dem Hotspot Kufstein  sowie am Brennerpass im Jahr 2015.    

Auch das Thema "Terror" hat im Vortrag  nicht gefehlt.   Wenngleich die Bedrohung  in Österreich als niedrig eingestuft wird, hätten  sich Polizei und Militär sehr wohl intensiv damit zu befassen.  Ein  neues "Schlachtfeld" sei der Cyberraum: Auch da brauche es starke Strukturen, um dieser "modernen Kriegsführung"  Paroli bieten zu können.

 "Die Welt ist spannend" stellte  der Militärkommandant in seinem rund einstündigen Vortrag fest und kam damit  auf zwei weitere Kapitel militärischer Arbeit zu sprechen: auf die   Begleitung   des jährlichen Weltwirtschaftstreffens in Davos (CH) in Form  gezielter Luftraumüberwachung  und auf die militärische Obsorge beim  EU-Justiz- und Innenministertreffen Mitte Juli 2018 in Innsbruck im Rahmen des Vorsitzes Österreichs in der Europäischen Union. Die EU-Flotte für die Minister und ihre Begleitung umfasste 116 Fahrzeuge. U. a.  war eine Schutzkompanie vorhanden, für den Fall eines Giftgasanschlages sogar eine ABC-Abwehrkompanie, es wurde ein Drohnenabwehrsystem beim Kongresshaus eingesetzt und es wurde der sicherheitspolizeiliche Assistenzeinsatz am Brenner versehen. 

Das Bundesheer leistet wertvolle Dienste bei   Naturkatastrophen im Land, wie wir sie auch heuer wieder erlebt haben. Und nicht ohne   Stolz erwähnte Generalmajor Herbert Bauer in seinem Vortrag auch  die Mitwirkung  von Tiroler Soldaten  an Friedensmissionen in  den verschiedensten Ländern der Erde, etwa in Mali, im Libanon, im Kosovo und in Bosnien.

Zahlreiche Mitglieder des Kameradschaftsbundes, darunter  Bezirksfunktionäre und viele Obmänner, auch Kaiserjäger, Mitglieder von Schützenkompanien und - Gilden wohnten dem Vortrag bei.  Besonders herzlich begrüßt wurden der Viertlkommandant-Stv. vom Bund der Tiroler Schützenkompanien, Hauptmann Georg Huber und der Landesobmannn des Tiroler Kriegsopferverbandes, Oberst a. D. Walter Doblander.  

"Wir brauchen das Bundesheer und das Bundesheer braucht uns", hielt Hermann Hotter in seinem Statement fest, dem es als Präsident des  TKB jedesmal sauer aufstößt, wenn  das Militär  als nicht notwendig erachtet wird, weil man ohnehin in einem neutralen Land lebe.

Die Zuhörer nahmen vom Angebot des Militärkommandanten zur Fragestellung eifrig Gebrauch. Ein Thema dabei war die über viele Jahre praktizierte  Demontage des Bundesheeres  durch die Politik, wobei auch der Kasernenverkauf in Kufstein zur Sprache gebracht wurde.  

Wer sich  übrigens militärisch weiterbilden will,  der  hat Gelegenheit dazu,  freiwillig an Übungen teilzunehmen. " Jeder der zu uns kommen möchte  und über  körperliche Fitness verfügt, kann Milizsoldat werden, ich bräuchte sie ganz dringend", so der Militärkommandant.

Kameradschaftsobmann Johann Greiderer, Walchsee,  und Viertlkommandant-Stv.  Georg Huber im Gespräch mit Generalmajor Herbert Bauer. Fotos: Martin/TKB

"Gut Holz" - Kegeln des Kameradschaftsbezirks Kufstein

 

 

Sportreferent Peter Schwarzenauer, Obmann der Kameradschaft Alpbach, lud am 24. November 2018 zum 36. Mal zum Bezirkskegeln des Bezirksverbandes Kufstein des Tiroler Kameradschaftsbundes ins Sporthotel "Iris" in Kramsach ein.   19 Herrenmannschaften haben sich daran beteiligt. Tagessieger  wurde Josef Kapfinger aus Niederndorf (184). Bei den Damen siegte Gerti Senfter aus Ebbs (165), vor Rosi Fuchs, Thiersee, und Lisi Schneider,  Thiersee. 

Das Bezirkskegeln ist ein jährlich wiederkehrender Wettkampf, zu dem die Kameradschaften des Bezirkes Kufstein eine oder gleich mehrere  Mannschaften entsenden. So auch beim  Kegeln 2018, wobei sich die Kameradschaft Niederndorf nicht nur als Sieger sondern auch teilnehmermäßig in die Bestenliste eintrug. Das Ergebnis: 1. Kameradschaft Niederndorf I (668), 2. Kameradschaft Ebbs I (634), 3. Kameradschaft Thiersee I (633), 4. Kameradschaft Mariastein-Angerberg I (625), 5. Kameradschaft Niederndorf II (623), 6. Kameradschaft Mariastein-Angerberg II (622), 7. Kameradschaft Ebbs II (621), 8. Kameradschaft Thiersee II (607), 9. Kameradschaft Brixlegg  (575), 10. Kameradschaft Alpbach II (545), 11. Kameradschaft Brandenberg (536), 12. Kameradschaft Niederau (532), 13. Kameradschaft Söll (529), 14. Kameradschaft Niederndorf III (511), 15. Kameradschaft Alpbach I (486), 16. Kameradschaft Brixlegg II (480), 17. Kameradschaft Wörgl (451), 18. Wörgler Militär-Veteranen II (363), 19. Wörgler Militär-Veteranen I (340). Die Kegler und Keglerinnen verabschiedeten sich nach einem sportlich fairen Wettkampf  mit den besten Wünschen in den Advent.

Übergangsweise Obmann und neuer Verein

Bis auf Weiteres hat Obmannstellvertreter Johann Strobl  die Obmannschaft bei den Niederauer Kameraden übernommen. Seine Anschrift lautet: Johann Strobl, Friedensiedlung 14, 6300 Wörgl, Telefon 0664/3301941. Die interimsmäßige Übernahme  der Obmannstelle ergab sich aufgrund des Ablebens von Obmann Oswald Moser im 69. Lebensjahr am 13. November 2018. Wir werden unseren Kameraden Oswald Moser in ehrender Erinnerung behalten.

Zum Bezirksverband Kufstein des Tiroler Kameradschaftsbundes hinzugekommen ist als neuer Verein:

K.u.K.  Gebirgsartillerie 14, 1.Batterie: Kommandant Johann Strobl, Friedensiedlung 14, 6300 Wörgl, Telefon 0664/3301941.